28. Hannoverscher Cochlear-Implantat-Kongress


Am 04.09 / 05.09.26 war es wieder so weit, die Medizinische Hochschule Hannover veranstaltete den 28. Hannoverschen CI-Kongress zum Thema "Präzision, Personalisierung und Lebenswelt". Der Fachkräftemangel macht auch vor Hannover nicht halt und so gab es im gebuchten Hotel weder Rezeption noch Frühstücksversorgung. Der Aushang verwies auf das Nebenhotel. Hier gab es dann sehr guten Service und zum Frühstück einen Blick auf den Pool mit Palmen. Da konnte der Tag gut beginnen.

Am 04.09.26 war ab 9.00 Uhr die Registrierung im Tagungsbüro möglich und pünktlich 10.00 Uhr erfolgten Begrüßung und Eröffnung des Kongresses.
Am 1. Tag ging es vor allem um Präzision, vor der CI OP (z.B. CI-Implantation: Präzise genug?), im OP (z.B. Cochlea-Implantation in schwierigen Fällen. An der HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover wurde ein OP-System mit Schablone für CI-Operationen entwickelt. Die Schablone wird bei der OP fest am Kopf verankert (fixiert). Der Vorteil gegenüber dem HEARO Roboter-System sind die geringeren Kosten. Die Schablone gibt es derzeit nur in Hannover, aber die Genehmigung als Medizinprodukt wird demnächst erwartet. Anwendung findet die Schablone derzeit nur bei Erwachsenen.

Prognostik (Gentherapie statt CI?), Präzision jenseits der Klinik (z.B. [MED-EL] Präzisionschirurgie entwickeln, wie geht das?) und um Personalisierung, nach der OP=Fitting (z.B. Wie exakt können und sollen Hörgerät und CI aufeinander abgestimmt werden? [Advanced Bionics]) und bezogen auf die Lebensrealität (z.B. AHB Konzept Bad Münder [Dr. med. Harald Seidler]. Den Abschluss am ersten Tag bildete die Ernst-Lehnhardt-Vorlesung "Wie entwirft man einen Chip fürs Hören? - Ein Blick ins Innere von Cochlea-Implantaten". Diese Vorlesung erinnerte an die Verdienste des ersten HNO-Klinikdirektor der MMHH.

Am 05.09.26 gab es Vorträge zum CI am Anfang des Lebens. Man ging u.a. der Frage nach "Unterstützt die Verwendung von einzelnen Gebärden den Spracherwerb?" Weiter ging es mit dem Thema Lebenspanne mit CI. Ein Vortrag dabei war "Subjektive Wahrnehmung Jugendlicher der sozialen Integration". Zum Schluss wurde über den Tellerrand geschaut und u.a. "Assistenzsysteme für hörgeschädigte Personen" vorgestellt.
Hier sind nur einige Beispiele aus dem Kongress-Programm aufgeführt. Man kann erahnen, dass es zwei interessante Tage mit anspruchsvollen Themen waren. Der Kongress wurde durch eine Industrieausstellung ergänzt.

Ebenfalls waren Selbsthilfeorganisationen wie der DSB LV Niedersachsen e.V., die DCIG e.V., der Hörtreff Velpke und die Hannoversche Cochlea-Implantat Gesellschaft e.V. mit Info-Angeboten dabei. Die Informationen der DCIG zum Hör-Wiki haben mir persönlich sehr gefallen.

In den Pausen konnte man die Infostände der Aussteller besuchen und mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch kommen. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und ich konnte einiges Neues an Wissen und Materialien für meine Arbeit mitnehmen. Für das leibliche Wohl war mit Snacks, warmen Speisen, viel Obst und Getränken ebenfalls bestens gesorgt.

Den Termin für den 29. Hannoverschen Cochlea-Implantat-Kongress, 03.-04.09.27, habe ich mir bereits in den Kalender eingetragen und möchte wieder dabei sein.


der Veranstaltungsort     und hier geht´s rein     Vortrag Prof. Prof. h.c. Dr.med. Lenarz     Vortrag Prof. Prof. h.c. Dr.med. Lenarz

Prof. Kral     Dr. Gärtner     Frau Petersen     die Aussteller ... Firma Kind

die Aussteller ...Firma MED-EL     die Aussteller ... Firma Humantechnik     die Aussteller ... Firma Geers     die Aussteller ... Firma AB

die Aussteller ... Auric Hannover     die Aussteller ... Cochlear     DCIG, u.a. Vorstellung des Hör Wiki     Hörtreff Velpke

Blick in den Hörsaal     Frau Prof. Dr.med. Lesinski-Schiedat moderiert u.a. die Fragerunde zum Vortrag von Prof. Lenarz     am Infostand vom DSB LV Niedersachsen


Bilder und Text:   Beate Schwemmer